Nasal bone (NB)

In einem hohen Prozentsatz der Feten mit Tri21 oder anderen chrmosomalen Aberrationen ist der Nasenknochen in der 11. -13. SSW hypoplastisch oder (noch) nicht darstellbar. Die Einbeziehung dieses Markers erhöht deutlich die Performance des Ersttrimester-Screenings.

Die Inzidenz des "fehlenden Nasenknochens" ist abhängigt von der NT, der SSL und der ethnischen Zugehörigkeit der Patientin. Deshalb können keine Risikoziffern angegeben werden, die z.B. das Risiko für Tri21 bei nachweisbaren NB verringern.

Die Software der FMF-UK kalkuliert in einem ersten Schritt ein Risiko aus den Parametern mat.Alter, NT und den maternalen Serum-Werten PAPP-A und freies ßhCG. Beträgt das Risiko hieraus mehr als 1:50 und der NB ist nachweisbar, verändert sich das Risiko nicht. Beträgt das Risiko 1:50 bis 1:1.000 und der NB ist normal, verringert sich das Risiko. Fehlt der NB ist das Risiko immer erhöht.

Problematisch ist es, wenn alle anderen Ultraschall-Marker sowie PAPP-A und freies ßhCG unauffällig sind aber der NB fehlt. In diesen Fällen rät die FMF-UK, die Untersuchung eine Woche später zu wiederholen und Konsequenzen nur dann zu ziehen, wenn NB weiterhin fehlt. Unteres Bild: fehlender NB in der 16+ SSW bei Tri21.

 

Zertifizierung

Wie bei allen diffizilen Strukturen bedarf die Beurteilung des NB einer gewissen Übung. Die FMF-UK als auch die FMF-Deutschland verlangen daher einen Zertifizierungs-Prozeß, nach dessen erfolgreichen Abschluß der Marker "NB" in die Risikokalkulation integriert werden kann. Die Detektionsrate erhöht sich hiermit auf ca. 95% (Nicolaides K & C.v.Kaisenberg, 2004).

Die Zertifizierungs-Protokolle finden Sie auf den entsprechenden Internet-Seiten der FMF-UK/ -D.