Was wir anbieten

Ultraschall im ersten Trimenon (11 - 14 Wochen Scan)

Diese Untersuchung wird zwischen der 11. Woche bis zur 14. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Die Untersuchung wird in der Regel von abdominal durchgeführt. In einigen Fällen (Lage des Kindes) ist eine transvaginale Untersuchung notwendig.

Ziel der Untersuchung ist

  • das Schwangerschaftsalter zu überprüfen und eventuell zu korrigieren
  • das Risiko für die Geburt eines Kindes mit Down Syndrom (Trisomie21) oder andere chromosomale Erkrankungen zu berechnen
  • die Eihautverhältnisse von Zwillingsschangerschaften zu bestimmen:
    Etwa 2% der natürlich entstandenen Schwangerschaften und etwa 10% der Schwangerschaften nach assistierter Konzeption resultieren in Mehrlingsschwangerschaften. Die Untersuchung stellt fest, ob die Kinder sich normal entwickeln und ob sich die Babys die selbe Plazenta teilen, was zu Problemen in der weiteren Schwangerschaft führen kann. In diesen Fällen ist eine engmaschigere Vorsorge zu empfehlen.
  • ein frühes Scheitern der Schwangerschaft zu diagnostizieren
    Unglücklicherweise finden sich in diesem Schwangerschaftsalter etwa 2% Feten, die aus unterschiedlichen Gründen abgestorben sind.
    Die Eltern können genetisch beraten werden und über die Optionen möglicher Untersuchungen informiert werde.

Individuelles Risiko für Down Syndrom (Ersttrimester-Screening, ETS)

Die größte Anzahl der Babys ist normal. Alle Schwangere haben jedoch, egal welchen Alters, ein kleines Risiko für die Geburt eines Kindes mit einem physischen und/oder geistigen Handycap.
In einigen Fällen beruht dies auf chromosomalen Abnormalitäten wie z. B. dem Down Syndrom.

Der einzige Weg einer 100% ig sicheren Diagnostik sind invasive Untersuchungen wie die Chorionzotten-Biopsie (CVS) oder die Amniozentese (AC). Beide Verfahren tragen jedoch ein Risiko für eine Fehlgeburt von ca. 0,5%.

Die zur Zeit genaueste Risikoeinschätzung für die Geburt eines Kindes mit einem Down Syndrom wird in der 11-14. Schwangerschaftswoche durchgeführt und hängt an vom:

  • Alter der Mutter
  • der Dicke der Nackentransparenz (NT)
  • dem Nachweis des kindlichen Nasenknochens
  • der kindlichen Herzfrequenz
  • dem Blufluß durch die Trikuspidal-Klappe des kindlichen Herzens
  • dem Blutfluß durch den Ductus venosus in der kindlichen Leber
  • lider An- bzw. Abwesenheit physischer Auffälligkeiten
  • der Konzentration der beiden Hormone freies ß-hCG und PAPP-A im mütterlichen Blut

Nach Vorliegen aller Daten wird das Ergebnis mit Ihnen ausführlich erörtert und Sie können entscheiden, ob Sie einen invasiven Test für notwendig halten. Unabhängig von Ihrer Entscheidung empfehlen wir eine detaillierte Ultraschalluntersuchung in der 20-21. Schwangerschaftswoche.

Das Ersttrimester-Screening (Risikoberchnung) ist nicht Inhalt der gesetzlichen Mutterschaftsrichtlinien und wird somit nicht von den Krankenkassen bezahlt ( IgeL).

Fehlbildungs-Ultraschall

Hierbei handelt es sich um eine detaillierte Ultraschalluntersuchung in der 20 - 22. Schwangerschaftswoche.

Während dieser Untersuchung untersuchen wir jeden Teil des kindlichen Körpers, bestimmen die Lage der Plazenta und die Menge des Fruchtwassers und messen das fetale Wachstum. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei auf die kindlichen Strkturen: Gehirn, Gesicht, Herz, Magen, Bauch, Nieren und Extremitäten gelegt.

Bei Schwangeren mit einem höheren Risiko für eine Frühgeburt (Mehrlingsschwangerschaft, vorrausgegangene Frühgeburt, Abnormalität der Gebärmutter, vorausgegangene Operationen am Muttermund) wird auch die Länge des Muttermundes bestimmt. Bei Auffälligen Befunden werden diese mit Ihnen in einem genetischen Beratungsgespräch ausführlich erörtert.

In besonderen Fällen (z. B. komplexe Herzfehler) überweisen wir Sie zu spezialisierte Kollegen (Hamburg, Berlin, Bonn).

Fetale Echocardiographie (Herz-Ultraschall)

Die detaillierte Untersuchung des fetalen Herzens und der verbindenden großen Gefäße wird in der Regel zwischen der 20. bis 22. Schwangerschaftswoche durchgeführt, In einigen Fällen mit hohem Risiko auch bereits in der 17.-18. Schwangerschaftswoche mittels vaginalem Ultraschall.

Diese Untersuchung wird Schwangeren dringend empfohlen, die ein erhöhtes Risiko für fetale Herzfehler aufgrund einer familiären Belastung oder durch eine erweiterte Nackentransparenz in der 12-13. Schwangerschaftswoche haben.

Da jedoch die meisten angeborenen Herzfehler ohne familiäre Belastung auftreten (Häufigkeit angeborener Herzfehler ca 0,8%) empfehlen wir allen Schwangeren eine fetale Echocardiographie.

 

Verlaufskontrolle 32. Schwangerschaftswoche

Ziel dieser Untersuchung ist die Kontrolle des zeitgemäßen fetalen Wachstums und der Gesundheit des Kindes durch:

  • Messung der Größe von fetalem Kopf, Bauchumfang, Knochen und die Schätzung des fetalen Gewichts
  • Prüfung der fetalen Bewegungsmuster
  • Untersuchung von Plazenta (Lage und Aussehen)
  • Messung der Fruchtwassermenge
  • Untersuchung der Blutflüsse zur Plazenta und zum Kind durch Farbdoppler-Ultraschall